Die Geschichte des Chors

Gründung
Männerchor 1962

Die Gründung des Vereins fällt in die bittere Nachkriegsgeschichte des geschlagenen Deutschlands. Im Frühjahr 1919 kamen in Korntal einige ehemalige Soldaten zusammen und gründeten eine Männervereinigung. Diese Vereinigung sollte den Geist der Frontkameradschaft auf das Zivilleben übertragen und „aus Korntal eine Oase des Friedens im Strudel des Umsturzes machen“.

Die Vereinigung traf sich wöchentlich einmal im Gemeindegasthaus, ursprünglich diskutierte man, dann kam der Gesang hinzu, weil wahrscheinlich damit die vorhandenen politischen Gegensätze am ehesten überbrückt werden konnten. Im Herbst 1919 erfolgte dann die eigentliche Gründung des Gesangvereins unter dem Namen „Männerchor Korntal“.

Die Vereinigung traf sich wöchentlich einmal im Gemeindegasthaus, ursprünglich diskutierte man, dann kam der Gesang hinzu, weil wahrscheinlich damit die vorhandenen politischen Gegensätze am ehesten überbrückt werden konnten. Im Herbst 1919 erfolgte dann die eigentliche Gründung des Gesangvereins unter dem Namen „Männerchor Korntal“.

Gründung des Frauenchors

Um die musikalischen Möglichkeiten zu erweitern, wurde auf Anregung des damaligen Chordirektors Paul Schwob im Jahre 1960 der Frauenchor gegründet. Damit wurde ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte aufgeschlagen. Der erste eindrucksvolle Auftritt des nun gemischten Chors war im Herbst 1961 das weltliche Oratorium "Frohsinn und Schwermut" von Georg Friedrich Händel.

Frauenchor

Der Chor bekam durch intensive sprachliche und musikalische Ausbildung immer mehr Profil,was sich besonders beim Frauenchor durch steigende Mitgliederzahlen bemerkbar machte.

Da die Männer nun nicht mehr unter sich waren, mussten sie sich von ihrem seitherigen Vereinsnamen „Männerchor Korntal“ trennen.
Nach teilweise heftigen Debatten einigte man sich schluss endlich auf den neuen Namen „Frauen- und Männerchor Korntal e.V.“

Auch als gemischter Chor fand der Verein hohe Anerkennung,so beim Gauliederfest 1963 in Rutesheim und 1964 bei der
Gauchorfeier des Keplergaues zum 36. Chorfest des Schwäbischen Sängerbundes in Heilbronn.

Mit der Aufführung des Oratoriums „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn am 14. November 1964 in der Christuskirche in Korntal gewann der Verein weiter an Ansehen.

Dirigentenwechsel und Fahnenweihe

Die Hauptversammlung beschloss für das Jahr 1965 ein sehr vielseitiges Programm. Hauptpunkt sollte die Fahnenweihe werden.

Unser Chorleiter, Herr Schwob, kündigte. Als Nachfolger wurde in geheimer Abstimmung Herr Horst Decker gewählt.
Er übernahm sein Amt am 5. Februar und stellte sich bereits am andern Tag beim Winterfest des Vereins den Anwesenden mit zwei Liedern als Konzertsänger vor.

Dann kamen die Tage der Fahnenweihe. An den Vorbereitungen hierfür fehlte es auf keinen Fall und doch hielt das Fest nicht ganz das, was man sich von ihm erhofft hatte.
Schuld daran war vor allem das Wetter, das alles andere als frühlingsmäßig war.Regenschauer prasselten schon am Samstag auf das Festzelt und hielten die Bevölkerung vom Besuch ab.

Als sich dann am Sonntag der Festzug in Bewegung setzen sollte, brach ein Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen los.
Durch diese Regengüsse verwandelte sich das Festgelände beim Sportplatz in einen Morast. Sogar im Festzelt gab es bald kein trockenes Plätzchen mehr außer auf der Tribüne.

Vereinsheim und Probelokal

Seit der Gründung des Vereins fanden die Singstunden und Jahresfeiern im großen Gemeindegasthaus statt.Aufgrund der erfreulichen Entwicklung des gemischten Chores wurde es jedoch eine dringende Notwendigkeit, ein eigenes Probelokal zu schaffen.

Da gab es in Korntal ein Kino, das die Pforten schloss, und in Korntal den Frauen- und Männerchor,der kein richtiges Vereinsheim hatte …

Harmonie

Unter der Führung unseres Vorsitzenden Otto Würth, der von Anfang an die treibende Kraft für die Durchführung des Projekts war,erwarb der Verein im April 1970 das zum Verkauf stehende ehemalige Kinogebäude in der Johannes-Daur-Straße. Aber wie sollte aus einem Kinoraum ein Vereinsheim entstehen?
Nur eine völlige Neugestaltung des Innenraums konnte die Bedürfnisse des Vereins decken. Der Verein erhielt im September 1970 eine Konzession für die Bewirtschaftung der Harmonie als Vereinsgaststätte.

In der Chronik vom 17. Oktober 1970 heißt es: „Der 17. Oktober 1970 wird in die Geschichte unseres Vereins eingehen. Wir können an diesem Tag unser neues Vereinsheim Harmonie, das durch den Umbau des ehemaligen Kinos entstanden ist, festlich einweihen. Viele Festgäste waren Zeugen, des für uns so bedeutenden Ereignisses. Unser 1. Vorsitzender [Otto Würth] begrüßte sie alle und gab einen Überblick über die vergangenen Monate und die vielen Probleme die mit Kauf und Umbau des Gebäudes verbunden waren.

Da die Nachfrage nach Terminen und Belegungen in der„Harmonie“ so groß wurde, dass sie langfristig nicht mehr in Eigenleistung zu bewältigen war, wurden Überlegungen angestellt,
die „Harmonie“ umzubauen und zu verpachten. Verschiedene Umstände machten es 1984 notwendig, die„Harmonie“ zu veräußern. Unsere Chorproben und sonstigen Veranstaltungen fanden nach wie vor dort statt.

Chortreff

Der geplante Neubau eines Feuerwehrhauses in Korntal und die Suche des Vereins nach einem neuen Vereinsheim fielen glücklicherweisein den gleichen Zeitraum.

Mit Unterstützung des damaligen Feuerwehrkommandanten Wolfgang Würth und dem Wohlwollen der Stadtverwaltung Korntal einschließlich dem Gemeinderat konnte der Chor die ursprünglich als Wohnung geplanten Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss als Eigentum erwerben und als Vereinsheim gestalten.

Vorstände seit Gründung des Chors
Dr. Wilhelm Simpfendörfer
Karl Kleinbub
Alfred Roller
Otto Jakobi
Imanuel Kübler
Georg Fristling
Karl Möbus
Ludwig Hannes
Karl Bissinger
Otto Würth
Werner Binder
Hartmut Schweizer
Wolfgang Würth
Renate Gurka
Chorleiter seit Gründung des Chors
Paul Jetter
Eugen Hölle
Hugo Eberle
Eugen Hennige
Ernst Betzler
Otto Mayer
Walter Kretschmar
Paul Schwob
Horst Decker
Wolfgang Glock
Gerhard Huber
Dieter Frommlet
Carl Burger
Christof Eßwein